Nah dran - sicher Motorradfahren

Motorradfahren bedeutet Freiheit, den Wind spüren, die Natur und das Fahren erleben. Ein Unfall kann den Spaß aber schnell zerstören. Mit „Nah dran für Motorradfahrer“ sind Sie auf Ihre Ausfahrten stets gut vorbereitet: Sie erfahren alles über die größten Unfallrisiken und lernen, wie Sie Risiken vermeiden und Ihr Motorrad immer im Griff haben.

Unfallprävention für Motorradfahrer: ein maßgeschneidertes Programm

Wir beleuchten die häufigsten Unfallursachen und zeigen Ihnen Strategien für sicheres Fahren. Das lernen Sie anhand moderner didaktischer Methoden, die wichtigen Inhalte werden praxisnah vermittelt. Natürlich kommt auch der Fahrspaß nicht zu kurz: Das zusätzliche Fahren mit einem sogenannten "Buddy" trägt dazu bei, die gelernten Inhalte in der Praxis zu üben und zu festigen.

 

 

Warum Nah Dran?

Die Zahl der Unfälle ist in Österreich in den letzten Jahren deutlich gesunken. Aber das betrifft nicht alle Verkehrsteilnehmer: Die Unfälle der Motorradfahrer bleiben auf hohem Niveau. Motorradlenker ab 39 Jahren sind besonders gefährdet. Unfallanalysen und Befragungen zeigen die typischen Herausforderungen für Motorradfahrer:

Souveräner Autofahrer = guter Motorradfahrer?

Viele Motorradfahrer sind sich nicht bewusst, dass es zwischen dem Fahren eines Autos und dem Motorradfahren massive Unterschiede gibt. Daher wissen sie auch nicht, wie sie motorradspezifischen Unfallursachen - wie etwa dem Übersehenwerden - vorbeugen können.

Motorrad-Auswahl

Falsche Selbsteinschätzung durch fehlendes Wissen führt häufig zum Kauf von zu schweren und großen Motorrädern. Bei Ausfahrten können dadurch gefährliche Situationen entstehen, da Fahrtechnik, Können und Kraft nicht übereinstimmen.

Zu wenig Fahrpraxis


Hier sind besonders Freizeitfahrer angesprochen. Wer nur an Wochenenden und im Urlaub fährt, baut zu wenig Routine auf. Daher fehlt die Sicherheit im Fahrstil.

 

Darum ist eines wichtig:

Unfallprävention für Motorradfahrer muss ein individuell zugeschnittenes Angebot sein.

 

Interessiert? Hier geht’s zum Kurs "Nah dran für Motorradfahrer" >>

A-Führerschein in Österreich

 

 

Wer darf ein Motorrad lenken?

In Österreich darf ein Motorrad lenken, wer

  • einen Führerschein der Klasse A1, A2 oder A hat
  • oder einen Führerschein der Klasse B mit dem eingetragenen Code 111 hat (Motorräder der Klasse A1).

 

 

Was bedeuten die einzelnen Klassen?

AM

  • Motorfahrräder (Moped)
  • 4-rädrige Leicht-Kfz

A1

  • Motorräder bis zu 125 ccm, 11 kW und einem max. Leistungsgewicht von 0,1 kW/kg
  • Dreirädrige Kraftfahrzeuge mit einer Leistung von nicht mehr als 15 kW

A2

  • Motorräder bis zu 35kW und einem max. Leistungsgewicht von 0,2kW/kg

A

  • Alle Motorräder und dreirädrige Kfz

 

 

Wie komme ich zu meinem Führerschein?

Wer in Österreich einen Motorradführerschein machen möchte, muss folgende Ausbildung absolvieren:

 

Achtung: Späteinsteiger (die den A-Schein erst nach dem vollendeten 39. Lebensjahr machen) müssen zusätzlich 2 Unterrichtsstunden Fahrpraxis absolvieren. Hier gelten also 16h und nicht 14h als Minimum für die Praxisausbildung.

Führerscheinneulinge (also Personen jeden Alters, die bisher noch über keine Lenkberechtigung verfügten, egal welcher Klasse) haben eine Probezeit von 2 Jahren. In diesen beiden Jahren gilt ein Alkoholverbot (0,1 Promille).

 

 

Wann muss ich die Mehrphasenmodule absolvieren?

  • Modul 1 kann frühestens 2 Monate nach Führerscheinerwerb, aber spätestens 12 Monate danach absolviert werden.
  • Modul 2 kann frühestens 4 Monate nach Führerscheinerwerb, aber spätestens 14 Monate danach absolviert werden.
  • Zwischen den beiden Modulen müssen mindestens 2 Monate liegen.

Perfektionsfahrten (Modul 2)  können in der Fahrschule absolviert werden. ÖAMTC, ARBÖ und einige Fahrschulen bieten Fahrsicherheitstrainings inkl. Gruppengespräch und Gefahrenwahrnehmungstraining (Modul 1) an.

Achtung! Wer die Ausbildung nicht in der vorgeschriebenen Zeit absolviert, riskiert eine Verlängerung der Probezeit und im schlimmsten Fall ein Führerscheinentzug bis zur vollständigen Absolvierung der Ausbildung.

 

 

Welche Altersgrenzen gelten?

Zusätzlich gelten für die verschiedenen Klassen folgende Altersgrenzen:

Wer älter als 24 ist, kann sofort den Führerschein für die Klasse A machen. Jüngere Führerscheinneulinge haben die Möglichkeit, nach einiger Zeit in eine höhere Klasse aufzusteigen. Konkret gibt es 2 Möglichkeiten:

Der kleine Umstieg

Nach 2 Jahren kann man in die nächste Klasse aufsteigen, wenn man

  • eine praktische Prüfung ablegt
  • oder 7 Ergänzungsfahrstunden nimmt.

Die Klasse A kann beim kleinen Umstieg schon ab einem Alter von 20 Jahren erworben werden.

Der große Umstieg

Nach 4 Jahren kann man von A1 direkt zu A aufsteigen, wenn man

  • 24 Jahre alt ist.
  • und eine praktische Prüfung ablegt.

Die Motorradsaison ist eröffnet!

 

Endlich ist der Frühling da, Zeit für die erste Ausfahrt! Hier einige Tipps für den Saisonstart:

 

Bevor Sie aufs Motorrad steigen:

  • Rundum-Check nach der Winterpause: Scheinwerfer, Rück- und Bremslichter, die Blinker und vor allem die Bremsen kontrollieren.
  • Reifen-Check: Reifen auf den richtigen Druck bringen und das Profil überprüfen!
  • Schutzausrüstungs-Check: Sturzhelm, Schutzkleidung, Handschuhe und Stiefel bzw. festes Schuhwerk – am besten in hellem, reflektierendem Material.

 

Bei der ersten Fahrt:

  • Zuerst im verkehrsfreiem Raum „einschwingen“: Kurven fahren, beschleunigen, Bremsmanöver testen und wieder ein Gefühl für Motorrad und Tempo bekommen.
  • In den ersten Kurven besonderes Augenmerk auf die Blicktechnik legen!
  • Nicht vergessen: Auch Autofahrer müssen sich erst wieder daran gewöhnen, dass sie die Straße mit Motorradfahrern teilen!

Bereiten Sie sich mit "Nah dran" vor - damit Sie sicher unterwegs sind!

Hier geht es zum Kurs "Nah dran für Motorradfahrer" >>